Amazon A9 Algorithmus Update – Erste Erkenntnisse nach 4 Tagen

Wie bereits mitgeteilt, haben wir seit Freitag massive Veränderungen in den Suchergebnissen festgestellt. Bereits gestern hatten wir dazu einige Vermutungen geäussert. Inzwischen haben wir weitere Tests angestellt und unsere Datenbank ausgewertet. Diese Ergebnisse möchten wir Euch kurz vorstellen. Bitte beachtet, dass unsere Erkenntnisse und Tests bislang nur auf einem kleinen Prozentsatz der Ergebnisse basieren und insofern nicht für jeden gelten müssen.

Test 1: Backendkeywords reduzieren

Wir haben für unsere Tests unseren Bierdeckel (B06WWJQZHQ) hergenommen. Dieses Produkt befindet sich in einer Kategorie (Küche & Haushalt) in der noch alle 5 Felder á 1000 Zeichen vorhanden und erlaubt sind.

Im ersten Test haben wir diese Backendkeywords komplett gelöscht und lediglich das KW „seotestkw“ eingetragen.

Natürlich haben wir uns vorab davon vergewissert, dass auch kein Produkt bzw. vor allem nicht unser Bierdeckel unter „seotestkw“ rankt.

Ein paar Minuten gewartet, …. und schwupp, so als wäre nichts gewesen, rankt unser Bierdecke für „seotestkw“

Fazit: Die Backendkeywords werden nicht komplett ignoriert. Packt man ein dediziertes KW alleine in die erste Zeile, so wird dies sowohl sehr schnell indexiert als auch in der Suche als Ergebnis ausgegeben.

Test 2: Backendkeywords auf 250 Zeichen

Wieder nehmen wir unseren Bierdeckel her, füllen jetzt aber die erste Zeile der Backendkeywords mit Phantasietext sowie unserem Keyword „seooderkw“.

Konkret hinterlegen wir folgendes in der ersten Zeile der Keywords:

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Erneut vergewissern wird uns natürlich, dass wir nicht zu „seooderkw“ ranken.

Und wieder ein paar Minuten gewartet, … und auch hier ranken wir sofort zu „seooderkw“.

Jetzt wollen wir es aber genauer wissen und probieren weitere Keywords aus unserem Phantasietext. Zunächst „Lorem ipsum dolor sit amet“. Und siehe da, … ein Bierdeckel

Zu „sed diam voluptua“ sogar auf der 1. Position

Ebenso zu „justo duo dolore“

Fazit: Fügt man 250 Zeichen in die Backendkeywords ein, dauert es einen kleinen Wimpernschlag und man rankt, wie gehabt, zu den Keywords, dabei egal ob Phantasietext oder „echtes“ Keyword.

Test 3: Backendkeywords auf 1.000 Zeichen

Bei unserem letzten Test wollten wir jetzt mal wissen, was passiert, wenn man die erste Zeile komplett mit 1.000 Zeichen voll macht. Dazu nehmen wir wieder ein Phantasiekeyword, diesmal „seotausendkw“ und ergänzen dies wieder mit Phantasietext. Konkret fügen wir in die erste Zeile der Backend Keywords ein:

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Auch hier überprüfen wir natürlich, dass wir nicht auf „seotausendkw“ ranken

Und wir warten, …. und warten … und wir warten … nach gut fünf Minuten finden wir uns leider immer noch nicht.

Und wir finden uns auch nicht zu dem anderen Phantasietexten „justo duo dolore“

und auch nicht zu „sed diam voluptua“

Fazit: Fügt man mehr als 250 Zeichen in die Backendkeywords ein, so wird nicht nur alles, was nach dem 250. Zeichen folgt nicht mehr gefunden, sondern die kompletten Zeichen ignoriert. Ob diese indexiert und nur im Suchergebnis nicht berücksichtigt werden oder gar nicht mehr indexiert, wissen wir natürlich nicht

Was sagt uns dies allen? Fassen wir nochmal kurz die Ergebnisse zusammen. Bitte beachtet, dass die daraus resultierenden Schlussfolgerungen keinen  Anspruch auf Richtigkeit haben, sondern lediglich das Ergebnis unserer Tests uns bisherigen Auswertungen sind

  • Bereits seit Wochen gibt es – abhängig von Browser und IP – deutlich unterschiedliche Ergebnisse
  • Seit Freitag, 31. März 2017 16:00 (CEST) scheint es so, als seien die Tests der Vergangenheit jetzt komplett übernommen worden zu sein, zumindest stellen wir massive Bewegung in den Suchergebnissen dar
  • Alles was <= 250 Zeichen ist, wird in den Backendkeywords scheinbar immer noch für die Ausgabe des Suchergebnisses verwendet
  • Sofern mehr als 250 Zeichen hinterlegt werden, werden die kompletten Backendkeywords ignoriert
  • In mehreren Kategorien sind 4 von 5 Eingabefeldern mit je 1.000 Zeichen weggefallen
  • der AMASCORE ist bei einer Vielzahl (nahezu alle) Produkte deutlich gesunken
  • gestern hatten wir geschrieben, dass wir bei einer Vielzahl an Produkten feststellen, dass diese vermehrt zu Keywords ranken, welche in Titel, Bulletpoints oder Beschreibung enthalten sind

 

Unserer Meinung nach ist folgendes also passiert:

Amazon hat die Möglichkeit der KW Eingabe auf 250 Zeichen beschränkt. Ob dies Absicht ist oder ein Bug, …. who knows. Die 250 Zeichen erinnern uns übrigens sehr an die „alte“ Metakeywords. Waren das nicht auch mal 255 Zeichen ???

Natürlich haben die meisten Produkte weit mehr als die 250 Zeichen verwendet. Die Umstellung auf 250 Zeichen führt also bei einer Vielzahl an Produkten dazu, dass die hinterlegten Keywords komplett ignoriert werden, das natürlich dann dazu führt, dass Titel, Bulletpoints und (Beschreibung) einen deutlich höheren Einfluss erhalten.

Hat Amazon also wirklich die Backendkeywords auf 250 Zeichen kastriert, ist dies für alle die mehr als 250 Zeichen verwenden quasi so, als würden sie gar keine Backendkeywords mehr verwenden.

Wie erklärt sich dadurch aber das teilweise massive Umsatzwachstum? Ich denke das liegt auf der Hand. Titel, Bulletpoints und Beschreibung sind in der Zwischenzeit meist sauber, d.h. dort wird eigentlich kein Keyword Spamming mehr betrieben. Fallen jetzt bei einer Vielzahl von Produkten die Backendkeywords weg bzw. werden ignoriert, bedeutet dies schlicht, dass die Produkte, die saubere Titel, Bulletpoints und Beschreibungen haben, einen klaren Vorteil gegenüber den Produkten haben, die sich hauptsächlich auf ihre Backendkeywords verlassen haben.

Fazit: Eigentlich ist alles beim alten, nur diejenigen, die noch mehr als 250 Zeichen verwenden, haben scheinbar einen „kleinen“ Nachteil. Man sollte die Optimierung niemals auf nur eine Möglichkeit beschränken, sondern stets alle Möglichkeiten, die einem das Backend gibt, ausschöpfen. Das gilt gleichermaßen natürlich für Titel, Bulletpoints, Beschreibung, zukünftig EBC (Enhanced Brand Content), Keywords, Produktattribute, …

Wir werden sehen, ob dies alles nur eine Momentaufnahme ist, ob es sich um einen Bug oder gar ein Feature handelt.

Insofern, …. keep amalyzing, …..

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